
Ein Arbeitsblatt mit vier Wolken. Die Kinder verbinden sie mit den richtigen Namen. Danach ein Lückentext zum Wetterbericht. Und draußen vor dem Fenster zieht das echte Wetter vorbei, ohne dass jemand hinschaut.
So sieht Wetter-Unterricht oft aus. Nicht weil wir es so wollen, sondern weil das meiste Material so gebaut ist. Die Kinder sollen Wolkenarten zuordnen, ohne je draußen Wolken betrachtet zu haben. Sie sollen Hoch- und Tiefdruckgebiete einzeichnen, ohne zu verstehen, was Luftdruck überhaupt ist.
Dabei fasziniert kaum ein Thema Kinder so sehr wie das Wetter. Wolken, in denen sie Bilder entdecken. Ein Gewitter, das gleichzeitig staunen lässt und Angst macht. Pfützen, in die man unbedingt springen muss.
Wetter lernt man nicht am Arbeitsblatt. Wetter lernt man draußen.
Ich bin Tatiana, seit fast fünfzehn Jahren Klassenlehrerin und Surferin. Wenn ich nur im Wohnzimmer auf meinem Brett übe, werde ich nie eine gute Surferin. Und ich werde nie erleben, wie es sich anfühlt, eine echte Welle zu reiten. Mit dem Wetter im Unterricht ist es genauso.
Deshalb habe ich angefangen, mein eigenes Material zu entwickeln, und es über die Jahre immer weiter verbessert. Material, bei dem die Kinder rausgehen und Wolken beobachten. Bei dem sie die Temperatur messen, Niederschlag sammeln und ihre eigenen Fragen erforschen. Denn Sachunterricht ist für mich Erfahren, Beobachten und gegenseitiger Austausch.
Warum dieses Material anders ist
Ja, du findest Material zum Thema Wetter überall. Auf Materialbörsen gibt es unzählige Arbeitsblätter, Lückentexte und Zuordnungsaufgaben. Manche sind gut. Viele sind schnell gemacht. Und fast alle bleiben im Klassenraum.
Was dann fehlt, bezahlst du mit deiner eigenen Zeit. Du suchst Experimente, die wirklich funktionieren. Du überlegst, wie du eine Wolkenbeobachtung planst, wenn das Wetter nicht mitspielt. Und du baust dir aus verschiedenen Quellen eine Einheit zusammen, die irgendwie passen muss.
Dieses Material nimmt dir genau diese Arbeit ab. Zwei komplett geplante Unterrichtseinheiten, fünf Experimente, die sich in meinem Unterricht bewährt haben, und zu jeder Einheit eine Feinplanung mit Methoden, Quellen und Anregungen. Alles aufeinander abgestimmt.
Warum alles in einem Paket
Die beiden Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf. Was die Kinder in Klasse 1 und 2 kennenlernen, greifen sie in Klasse 3 und 4 wieder auf und vertiefen es (Spiralcurriculum). Beim Wasserkreislauf zum Beispiel bekommen die Kinder in Klasse 1 und 2 eine erste Vorstellung davon, dass Wasser nicht verloren geht. In Klasse 3 und 4 schauen sie genauer hin, was er mit Wolken und Niederschlag zu tun hat.
Und die Grenzen sind fließend. Einzelne Experimente wie den Wasserkreislauf im Glas oder den Regenmesser kannst du schon mit Erst- und Zweitklässlern machen. Wenn du jahrgangsübergreifend unterrichtest, hast du für jedes Kind das passende Material. Und wenn du deine Klasse über mehrere Jahre begleitest, ist die Wetter-Einheit für die nächsten Schuljahre schon fertig.
Was du bekommst
Unterrichtseinheit Wetter für Klasse 1 und 2 (Umfang 60 Seiten)
Zehn Unterrichtssequenzen mit Feinplanung. Zum Einstieg lernen die Kinder die Wetterbegriffe kennen und ordnen sie Symbolen zu, die sie durch die ganze Einheit begleiten. Zentrales Element ist das Sachunterrichtsheft, in das die Kinder ihre Ergebnisse schreiben und malen. Ein Wortspeicher mit Wetterbegriffen und Satzbausteinen unterstützt sie dabei.
Weiter geht es mit Wetter und Kleidung und dem Wetterbericht. Die Kinder schreiben ihren eigenen Wetterbericht und präsentieren ihn in kleinen Gruppen. Auch wenn es nur zwei, drei Minuten sind: Sich in einer Gruppe abzustimmen und gemeinsam vor der Klasse zu stehen, ist schon in Klasse 1 eine wertvolle Erfahrung.
Die Kinder lernen verschiedene Thermometer kennen, basteln ein eigenes und messen die Temperatur ab dann täglich bei der Wetterbeobachtung. Sie bekommen eine erste Vorstellung vom Wasserkreislauf. Und zum Schluss starten sie ihre eigene Wetterforschung: In einem Mini-Forscherbüchlein notieren sie ihre Fragen zum Wetter und suchen in Büchern nach Antworten. Manchmal finden sie genau die, die sie gesucht haben. Manchmal entdecken sie unterwegs etwas ganz Neues.


Unterrichtseinheit Wetter für Klasse 3 und 4 (Umfang 45 Seiten)
Acht Unterrichtssequenzen mit Feinplanung, je nach Umsetzung zwischen 45 und 90 Minuten. Auch hier steht am Anfang die Frage „Was ist Wetter?“. Diesmal geht es aber darum, was unser Wetter eigentlich bestimmt. Entlang dieser Wetterelemente ist die Einheit aufgebaut:
Einführung: Was ist Wetter?
Niederschlag: Was ist Niederschlag? Wie entsteht Regen?
Wolken: Wolkenarten. Wie entstehen Wolken?
Luftdruck: Was ist Luftdruck?
Wind: Wie entsteht Wind? Windrichtung
Dazu Lesetexte, Satzbausteine und Formulierungshilfen, Arbeitsblätter mit Schaubildern und Transferaufgaben. Kooperative Methoden wie Placemat, Kugellager, Gruppenpuzzle und Lerntempoduett laden die Kinder zum Austausch ein. Hinweise auf weiterführende Quellen und Videos ergänzen deinen Unterricht.




Fünf Wetter-Experimente (Umfang 16 Seiten)
Zu jedem Experiment bekommst du eine anschauliche Übersicht zur Durchführung und einen Beobachtungs- und Auswertungsbogen. Ab Klasse 3 können die Kinder die Experimente so selbstständig planen und durchführen.
Den Wasserkreislauf im Glas sichtbar machen
Niederschlag in einer Flasche messen
Die Windstärke mit Papierstreifen bestimmen
Ein eigenes Gerät zur Bestimmung der Windrichtung bauen
Den Luftdruck mit Hilfe von Luftballons begreifen


Wenn das Wetter nicht mitspielt
Wer mit echtem Wetter arbeitet, muss damit rechnen, dass es anders kommt. Die Wolkenbeobachtung steht an, und am Himmel ist keine einzige Wolke. Der Regenmesser ist fertig, aber der Regen kommt erst am Nachmittag.
Deshalb lassen sich die Sequenzen flexibel zusammenstellen. Musst du die Wolkenbeobachtung verschieben, ziehst du eben den Luftdruck vor. Oder du machst es transparent und fragst deine Klasse: „Eigentlich würde heute die Wolkenbeobachtung anstehen, aber ich sehe gar keine Wolken am Himmel. Habt ihr Vorschläge, wie wir nun vorgehen können?“ So lernen auch die Kinder, flexibel zu denken. Am besten planst du die Einheit in einem Zeitraum mit möglichst vielfältigem Wetter, zum Beispiel im Frühling oder Herbst.
Auch bei der Differenzierung setze ich auf offene Aufgaben statt auf Arbeitsblätter in verschiedenen Niveaustufen. Jedes Kind findet darin sein eigenes Niveau. Beim Thermometer-Basteln trägt ein Kind nur die Null und die höchste Temperatur ein, ein anderes zeichnet die Skala genau ab, ein drittes teilt sie selbst ein. Und das je nach Aufgabe und Tagesform immer wieder neu.
Für wen ist dieses Material?
Für dich, wenn du in der Grundschule Sachunterricht unterrichtest und eine Wetter-Einheit suchst, bei der die Kinder rausgehen, beobachten und eigene Fragen stellen. Wenn du jahrgangsübergreifend unterrichtest oder deine Klasse über mehrere Jahre begleitest. Und wenn du lieber einmal durchdachtes Material kaufst, als jede Stunde selbst zusammenzusuchen.
Nicht für dich, wenn du schnell ein paar Arbeitsblätter für eine Vertretungsstunde brauchst. Dieses Projekt lebt davon, dass du dich darauf einlässt, auch mal nicht alles zu wissen. Wenn ihr gemeinsam am Himmel nach der richtigen Wolkenart sucht, geht es nicht um richtig oder falsch. Sondern darum, zu beobachten, zu argumentieren und gemeinsam eine Einschätzung zu treffen.
Wetter in der Grundschule · Klasse 1 bis 4
Unterrichtseinheit für Klasse 1 und 2 mit zehn Sequenzen und Feinplanung. Unterrichtseinheit für Klasse 3 und 4 mit acht Sequenzen und Feinplanung. Fünf Experimente mit Durchführungsübersicht und Auswertungsbogen. Wortspeicher, Lesetexte und Schaubilder.